Fämtleden – Eine Wanderung am Fämtfallet

Inhalt

Fämtfallet

Der Fämtfallet ist ein weiterer kleiner Wasserfall in Värmland und liegt wie schon der Bratfallet direkt an der Kreisstrasse 62. Direkt am Wasserfall startet auch der Rundwanderweg Fämtleden.

Bei dem Fämtfallet handelt es sich allerdings eher um eine Stromschnelle, die in Kaskaden eine Höhendifferenz von ca. 40 Metern überwindet. Unterhalb des letzten kleinen Falls befindet sich ein Becken, in dem man auch Baden kann. Hierzu wurde extra ein Steg mit einer Badeleiter installiert.

Auf der Karte findet ihr die Positionen des Wasserfalles mit dem Parkplatz und Rastplatz. Der Wasserfall befindet sich direkt am Ende des Parkplatzes und ist somit sehr schnell und einfach zu erreichen.

Weitere Infos könnt ihr euch auf der Seite von Visit Värmland anschauen.

Der Parkplatz ist riesig und bietet auch Stellplätze für Wohnmobile. Ein Plumpsklo ist hier ebenfalls vorhanden. Direkt am Parkplatz gibt es einige Grillstellen und Sitzgelegenheiten mit Bänken und Tischen.

Als wir im September hier waren, gab es reichlich Platz, aber ich weiß nicht wie voll es hier im Sommer ist.

Der ca. 8 km lange Rundwanderweg Fämtleden startet direkt an diesen Grillplätzen.

Fämtleden

Der Fämtleden ist ein ca. 8 km langer Rundwanderweg der vom Fämtfallet am dortigen Parkplatz startet. Das erste Stück führt steil bergauf und führt vorbei an einem sehr alten und verfallenen ehemaligen Kraftwerk. Einige Überreste kann man hier vereinzelt noch sehen. Unter anderem die Betonsockel des ehemaligen Wasserkraftwerkes, sowie Reste einer alten Werkstatt.

Nach der ersten Steigung gelangt man hier an eine alte Brücke, an der nun der Rundweg startet. Wir haben hier die Brücke gequert und hier unseren Rundweg gegen den Uhrzeigersinn begonnen.
 
Der Weg ist hier zu Beginn noch recht einfach zu gehen, auch wenn hier viele Steine und Felsen auf dem Weg „wachsen“. Nach einiger Zeit wird der schmale Weg immer schwieriger und es geht bergauf und bergab. Immer wieder über Felsen und Wurzeln bis wir zu einem ca. 60 m hohen Canyon kommen, wo wir einen tollen Ausblick auf den Fluss haben.

Hier hatten wir gehofft, dass der Weg nun bergab führt, da wir ja schließlich nach der Hälfte über eine Hängebrücke auf die andere Seite gelangen wollten. Und tatsächlich verlief der Weg nun etwas bergab, aber nur um gleich danach wieder steil bergauf zu gehen. Dabei waren einige Abschnitte wirklich extrem herausfordernd.

Zum Teil mussten wir hier über Felsen klettern und auf wenigen Metern extreme Höhenunterschiede überwinden. Etwas mehr und wir hätten Seile benötigt.

Schließlich erreichten wir aber dann die Hängebrücke, die uns auf die andere Seite des Fämtan führen sollte. Hier fanden wir auch einen kleinen Rastplatz mit Feuerstelle, an der wir uns kurz etwas ausruhten und stärken konnten.

Von der Hängebrücke führt noch ein ca. 150 kurzer  Abzweig zu einem kleinen hübschen See, dem Tallåedan. Nach diesem kurzen Abstecher geht es nun auf der anderen Flussseite zurück.

Auch hier bietet der Fämtleden einen tollen Naturtrail durch wundervolle Natur und wieder geht es zum Teil steil bergauf und bergab. Und auch hier finden wir wieder sehr viele Felsen, über die wir nun fast schon stolpern, da unsere Konzentration nach der bisherigen Anstrengung nachlässt.

Da die Dämmerung hereinbricht, versuchen wir zudem noch etwas schneller zu laufen, denn im Dunkeln durch diesen Wald auf diesem Trail wollen wir lieber nicht riskieren.

Und so erreichen wir bald auch die untere Brücke und nach einigen weiteren Minuten dann auch endlich wieder den Parkplatz am Wasserfall.

Fazit

Der Wasserfall Fämtfallet gehört sicher nicht zu den beeindruckendsten Fällen, die wir gesehen haben, punktet aber mit der sehr guten Erreichbarkeit, schönen Rastplätzen mit Feuerstelle und der doch einmaligen Badestelle direkt unterhalb des Falles.

Der Fämtleden mit knappen 8 km erscheint zunächst auf dem Papier schnell erwandert zu sein. Aber hier darf man sich nicht täuschen lassen, und doch mehr Zeit einzuplanen. Wir haben für diese Wanderung inklusive Pause ganze 6 Stunden benötigt und haben eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 1,3 km/h erreicht.

Sicher liegt das auch an den Film und Fotoaufnahmen und auch wohl an unserer Kondition, aber dieser Weg fordert auch von jüngeren und fitteren sicher einiges ab. Die Steigungen und hohen Stufen, die vielen Felsen und Wurzeln erlauben kaum schnelleres gehen. Zudem erfordert der Weg dadurch auch etwas Konzentration als ein üblicher Wanderweg in Deutschland.

Natürlich sollte man auf diesem Weg unbedingt festes Schuhwerk bzw. richtige Wanderschuhe bzw. Stiefel tragen, um die Verletzungsgefahr zu verringern. Für Kinderwagen und dergleichen ist dieser Weg absolut nicht geeignet.

Und genau solche Wege finde ich absolut klasse. Schmale Trails durch einsame Wälder und auch noch an einem Fluss entlang. Tolle Aussichten sind auch noch mit dabei.

Daher mein Fazit: Anstrengend und herausfordernd, aber absolut empfehlenswert für Geübte.

TOP TOP TOP

Dieser Weg hat wirklich Spaß gemacht.

Youtube Video

Wer mehr von dieser Wanderung sehen möchte, ist herzlich eingeladen sich mein Video hierzu auf YouTube anzusehen. Über ein Like oder Kommentar und ein Abo würde ich mich sehr freuen.

Komoot

Gerne könnt ihr euch meine Wanderung auch auf Komoot ansehen und die GPS Daten zum Nachwandern herunterladen oder selbst eine Wanderung planen.

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