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Der Njupeskär Wasserfall

Der Njupeskär ist mit 93 Meter Gesamthöhe und einem freien Fall von 70 Metern, der höchste (nicht größte von der Wassermenge) Wasserfall in Schweden. Er liegt in der schwedischen Provinz Dalarna im Fulufjället Nationalpark nahe der Grenze zu Norwegen. Gespeist wird er durch den kleinen Bach “Njupån” der in den Fuluälven mündet.

Dieser Waserfall bietet zu jeder Jahreszeit einen faszinierenden Anblick. Im Winter ist er besonders bei Eiskletterern beliebt, die dann den gefrorenen Wasserfall erklimmen wollen.

Ich selber habe den Wasserfall sowohl im Sommer als auch im Winter besucht, und finde beide Jahreszeiten sind wunderschön. Bei Besuchen im Winter unbedingt auf warme Kleidung feste Schuhe und gegebenenfalls Schneeschuhe achten.

Wege die vor kurzem noch gut sichtbar waren, können nach 15 Minuten durch Schneeverwehungen kaum oder garnicht mehr zu erkennen sein. 

Njupeskär Winter 1
Njupeskär im Winter
Njupeskär im Sommer 1
Njupeskär im Sommer

Der Nationalpark Fulufjället

Der Nationalpark Fulufjället wurde im Jahr 2002 eingerichtet. Seine Fläche beträgt ca. 38500 Hektar oder ca. 385 km². Ein Besuch in diesem Nationalpark ist zu jeder Jahreszeit möglich, allerdings können einzelne Passagen oder der direkte Weg zum Wasserfall, gerade zur Schneeschmelze, gesperrt sein.

Mit etwas Glück findet man in diesem Park Spuren von Elchen, Bären, Vielfraßen oder auch Wölfen. Der normale Wanderer wird ihnen aber wohl kaum mal begegnen. Also keine Angst.

Dem normalen Wanderer zeigen sich eher viele andere Tierarten wie der größte Falke (Gyr Falke), das Birkhuhn, der Auerhahn, Steinadler, Eulen, Wasseramseln um nur einige zu nennen.

Und wer gerne mal einen Fisch fangen möchte, kann dies (gegen Gebühr) in einem der Seen auf dem Fjäll versuchen. Hier gibt es Äschen, Forellen und Seesaiblinge zu fangen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit in diesem Nationalpark ist der älteste Baum der Welt der “Old Tjikko”  Diese Fichte mit einer Höhe von gerade einmal ca. 5m weist er ein Alter von 9565 Jahren auf. Der Baum selber ist allerdings nicht so alt. Lediglich das Wurzelwerk aus dem er wächst weist diese hohe Alter auf.

Diesen uralten Baum habe ich leider nicht besucht. Aber das kommt vielleicht noch, da diese Gegend wirklich wunderschön anzusehen ist und einen weiteren Besuch wert ist. Dann vielleicht mit einer Wanderung hinauf aufs Hochplateau.

Weitere Infos zu dem Nationalpark Fulufjället findet ihr hier: Fulufjällets Nationalpark

Fulufjäll im Winter
Fulufjäll im Winter
Fulufjäll im Sommer
Fulufjäll im Sommer

Die Wanderung

Die Wanderung zum Njupeskär Wasserfalle startet am Naturum direkt am Parkplatz zum Eingang des Nationalparks. Hier gibt es eine Ausstellung über den Nationalpark sowie ein kleine Restaurant und ein Souvenirshop. Auch kann man hier eine geführte Tour buchen.

Bitte beachtet die Öffnungszeiten. Der Nationalpark ist zwar ganzjährig geöffnet, allerdings nicht das Besucherzentrum. Diese findet ihr auf der englischen oder schwedischen Seite: Fulufjället Nationalpark

Eingang zum Nationalpark Fulufjället Winter
Eingang zum Nationalpark Fulufjället Winter
Eingang zum Nationalpark Fulufjället Sommer
Eingang zum Nationalpark Fulufjället Sommer

Der Weg zum Njupeskär ist gut ausgeschildert und führt zunächst auf Holzstegen  durch ein großes Moorgebiet. Im Sommer findet man hier viele verschiedene Pflanzenarten. Neben verschiedenen Beeren, Heide, Sauerampfer, Wattegras und Disteln wachsen hier alleine 395 verschieden Moosarten.

Danach gelangt man auf nun schotterigen oder waldigen Wegen in einen Nadelwald vorwiegend aus Fichten bestehend. Zum Teil sind auch Stufen in den Weg eingebracht und es geht stetig, manchmal auch recht steil, immer bergauf.

Nach einem letzten Anstieg gelangt man dann zu einer Schutzhütte, von der sich die ersten Blicke auf den Wasserfall erhaschen lassen. Längst ist hier auch bei gutem Wind das stetige Rauschen des Wassers zu hören.

An dieser Schutzhütte sollte man eine kurze Rast einlegen, und die Umgebung auf sich wirken lassen. Im Winter habe ich mir hier erstmal einen heißen Tee gekocht.

Zum Wasserfall führen kurz nach der Rasthütte eine Reihe von Treppen und Stege. Vorsicht hier im Winter. Die Stufen können sehr glatt sein, da hier natürlich nicht geräumt oder gestreut wird. Eine letzte Brücke über den kleinen Fluß vor dem Wasserfall, ein weiterer Steg und wir haben den Wasserfall erreicht.

Im Sommer kann man von der Aussichtsplattform, je nach Wind, die feine Gischt spüren. Im Winter spürt man den eisigen Wind der hier durch die Schlucht pfeift.

Bei meinem Besuch zeigte sich der Wasserfall in zwei eindeutig abgetrennten Farben. Woher diese Farben stammen kann ich nicht sagen. Wer es weiß kann es gerne in die Kommentare schreiben.

Der Rückweg

Im Sommer bin ich die komplette (kurze) Runde gelaufen, die auf einem anderen Weg zurück zum Parkplatz führt. Bei der Winterwanderung musste ich wegen der Schneemengen und dem völlig unkenntlichen Weg, wieder den gleichen Weg zurück gehen. Und auch dieser war durch Schneeverwehungen kaum noch erkennbar.

Der Rückweg (im Sommer) führt zunächst knapp oberhalb der Baumgrenze entlang des Kahlfjells, immer entlang des Abhanges. Doch nach wenigen hundert metern gelangt man dann wieder in einen zuerst lichten Fichten und Birkenwald.

Auch dieser Abschnitt bietet wieder wunderbare Fernsichten und atemberaubend schöne Natur.

 

Fazit

Diese Wanderung von knapp über 5 km Länge erfordert lediglich festes Schuhwerk und ausreichend Kondition, wobei sogar meine Mutter mit 65 Jahren und genügend Pausen diesen Weg gemeistert hat. Wenn möglich sollte man auch ausreichend Zeit einplanen, da es hier so unglaublich viel zu sehen gibt.

Angefangen von den vielen Pflanzen, hofft man immer auch ein seltenes Tier zu erblicken, und dafür braucht es halt auch Zeit. Meine Empfehlung: Unbedingt etwas zu essen und trinken mitnehmen, und eine ausgiebige Pause an der Schutzhütte einplanen.

Wer genügend Zeit und noch etwas mehr Kondition (sehr steiler Anstieg) mitbringt, sollte auch auf das Plateau des Fulufjället oberhalb des Wasserfalles hinauf wandern. Dort kann man dann sogar den Zufluß des Wasserfalles überqueren.

Für mich ist dieses Gebiet bei den TOP 5 der “Must See” in Schweden.

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