Hohes Moor im Landkreis Stade 10,9 km Wanderung

Inhalt

Naturschutzgebiet Hohes Moor

Das NSG Hohes Moor ist ein ca. 5000 Jahre altes Hochmoor zwischen Stade und Bremervörde gelegen. Um 1830 wurde damit begonnen dieses Moor trocken zu legen um hier bis ca. 1960 den Torf abzubauen.

Von 2001 bis 2006 wurde dann dieses Moor auf einer Fläche von ca. 653 Hektar wieder vernässt.

In den Jahren der Nichtnutzung hatten sich hier kleine Birkenwälder entwickelt, die nun nach der Wiedervernässung abgestorben sind. Die vielen toten Stämme sind heute ein sehr bizarrer Anblick.

An den Eingängen zum Moor stehen jeweils Hinweistafeln auf denen zwei Rundwege beschrieben sind. Die Wege sind alle recht gut markiert.

Der kürzere Rundweg hat eine Länge von ca. 2,5 km und der längere ist ca. 7 km lang. Wir sind hier  eine Kombination aus beiden Wegen gewandert.

Wer mehr über das Moor und die Rundwege erfahren möchte, kann sich hier eine Faltkarte herunterladen.

Rundweg 1 und 2

Als Startpunkt unserer Wanderung haben wir uns den südwestlichsten Punkt des Naturschutzgebietes Hohes Moor auserkoren. Hier startet der Rundweg 1 mit 7 km Länge. Ebenfalls befindet sich hier eine Hinweistafel über das Hohe Moor und es stehen begrenzt Parkmöglichkeiten am Rande des Weges zur Verfügung.

Von hier aus wandern wir zunächst nach Norden, immer auf einem Damm entlang der bei dem Torfabbau stehen gelassen wurde. Gleich nach den ersten Metern gelangen wir hier schon an den bizarren wieder vernässten Wasserflächen. Der Anblick der abgestorbenen Bäume wirkt trotz Sonnenschein irgendwie gespenstisch.

Auf dem weiteren Weg sehen wir von diesen “Teichen” immer weitere, und einer wirkt seltsamer als der andere.

Kurz bevor wir nach rechts abbiegen wird der Weg schmaler und wir sehen nun große Feuchtwiesen und können nur erahnen wie viel Leben hier herrscht. Überall sehen wir wunderschöne Libellen und hören die Frösche quaken. Leider bekommen wir den blauen Moorfrosch heute nicht zu sehen. Die Mittagszeit ist wohl auch nicht die beste Tageszeit um Tiere zu beobachten.

Ganz besonders schön fanden wir, das es hier alle paar hundert Meter eine Sitzgelegenheit gibt von der man die Ruhe und die bizarre Landschaft genießen kann.

Bald darauf haben wir die Hälfte des Rundweges 1 erreicht, und hier besteht die Möglichkeit über ein kurzes asphaltiertes Stück zu dem zweiten kurzen Rundweg zu gelangen. Hier befindet sich ein neu angelegter großer Parkplatz mit einer kleinen Rasthütte.

Die Landschaft auf diesem kurzen Rundweg unterscheidet sich doch deutlich vom ersten Teil. Natürlich ist es immer noch ein Moorgebiet, allerdings führt der Weg wunderschön durch waldige Abschnitte vorbei an sehr schönen Moorseen.

Auch hier gibt es schöne Plätze, die zum Verweilen einladen.

Da die Strecke dieses zweiten Rundweges nur knapp 2,5 km beträgt, erreichen wir den Parkplatz und die Rasthütte bereits nach kurzer Zeit wieder, und wandern nun ein zweites Mal das kurze Verbindungsstück zum Rundweg 1, um diesen fortzusetzen.

Dieser zweite Teil des Rundwanderweges 1 durch das NSG Hohes Moor führt uns erst einmal durch einen Wald, bevor wir dann auf dem letzten Kilometer wieder in das anfänglich bestaunte Moorgebiet mit den wieder vernässten Teichen gelangen.

Noch einmal bestaunen wir die bizarren toten Birkenstämme die im Wasser stehen.

Fazit

Der Rundwanderweg 1 durch das NSG Hohes Moor ist ca. 7,5 km lang. Die Wege sind alle sehr gut begehbar und durch Holzpfähle mit einer farbigen (Gelb) Markierung beschildert. Dieser lange Teil führt durch diese wirklich bizarre und gespenstische Landschaft mit den Baumleichen und hat uns ziemlich beeindruckt.

Der Rundwanderweg 2 ist mit 2 km deutlich kürzer aber nicht weniger sehenswert. Ich würde diesen Abschnitt als den romantischeren Weg bezeichnen.

Beide Wege sind sehr gut gepflegt, mit vielen Bänken zum Rasten und bieten wunderschöne Einblicke in die Moorlandschaft. Fauna und Flora sind hier unglaublich vielfältig und es gibt unglaublich viel zu entdecken, wenn man entsprechend Zeit und Geduld mitbringt.

Über 60 Brutvogelarten kommen hier vor, darunter Kraniche, Sumpfohreulen, Ziegenmelker, Waldschnepfe und sogar Fischadler. Nicht gerade einfach zu entdecken sind die blauen Moorfrösche, Ringelnattern und Kreuzottern. Und auch die Flora kommt mit Sonnentau, Moosbeeren, Moorbirke und Rosmarienheide nicht zu kurz.

Es lohnt sich also auch mal etwas zu verweilen und mit den Augen auf die Suche zu gehen.

Ganz besonders toll muss diese Landschaft im Morgennebel wirken, wenn der Nebel über das ruhige Wasser gleitet und nur die abgestorbenen Baumstämme herausragen.

Ich jedenfalls werde mir das Moor ganz sicher noch einmal zu einer anderen Tages- oder Jahreszeit ansehen.

 

Diese Wanderung findet ihr auch als Video auf meinem YouTube Kanal.

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